Dienstunfähig­keits­­versicherung für Beamte

Als Beamter stehen Sie im Dienst des Staates. Somit heißt die Absicherung für den Fall, dass Sie nicht mehr arbeiten können, für Sie nicht Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern Dienstunfähigkeitsversicherung. Dabei können Sie bei einer Dienstunfähigkeit womöglich Leistungen von Ihrem Dienstherrn bekommen. Sind Sie jedoch noch nicht lange im Dienst, kann das Ruhegehalt sehr gering ausfallen. Gar keinen Leistungsanspruch haben in der Regel Beamte auf Probe oder Widerruf. Hier hilft eine Dienstunfähigkeitsversicherung, die Versicherte mit einer vorher vereinbarten Rente schützt.

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Warum eine private Dienstunfähigkeitsversicherung?

Beamte profitieren von einem meist sehr guten Gehalt und einer hohen Sicherheit. Denn sie können nicht ohne weiteres gekündigt werden. Allerdings besteht auch bei ihnen die Gefahr, dass sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sind, ihren Beruf auszuüben. Sofern dies der Fall ist, springt die private Dienstunfähigkeitsversicherung ein.

Der Begriff der Dienstunfähigkeit wird im Bundesbeamtengesetz unter dem Paragraphen 44 geregelt. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese durch einen Unfall, eine Erkrankung oder psychische Probleme verursacht wurde. Ist der Dienstherr der Meinung, der Beamte kann seinen Dienst nicht mehr ausüben, so wird die Dienstunfähigkeit erklärt und der Betroffene in den Ruhestand versetzt. In diesem Fall erhält der Beamte ein Ruhegehalt. Dieses richtet sich allerdings nicht nur nach der Höhe der bisherigen Bezüge, sondern auch nach den bereits geleisteten Dienstjahren. Darüber hinaus wird erst nach einer Dienstzeit von fünf Jahren ein Ruhegehalt gezahlt. Wer daher zu Beginn seiner Beamtenlaufbahn dienstunfähig wird, kann nur mit sehr geringerer Unterstützung beziehungsweise sehr niedrigem Ruhegehalt rechnen.

Diese Regelungen gelten nur für Beamte auf Lebenszeit. Anwärter sowie Beamte auf Zeit werden bei Dienstunfähigkeit aus dem Dienst entlassen. oder Sie haben daher auch keinen Anspruch auf ein Ruhegehalt. Beamte auf Probe werden nur dann in den Ruhestand geschickt, wenn die Dienstunfähigkeit auf einen Dienstunfall beruht. Gerade für diese Gruppen ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung unerlässlich.

Wann leistet der Dienstherr ein Ruhegehalt?

Der Dienstherr zahlt ein Ruhegehalt, wenn er Sie als dienstunfähig eingestuft hat. Dies passiert, wenn Sie gesundheitsbedingt innerhalb von sechs Monaten mehr als drei Monate nicht im Dienst waren und es keine Aussicht auf Verbesserung innerhalb weiterer sechs Monate gibt. Mögliche Auslöser sind ein Unfall oder eine Erkrankung (siehe § 26 BeamtStG).

Nach Einschätzung Ihres Dienstherrn darf Ihnen außerdem kein vergleichbares Amt mehr möglich sein. Ein vergleichbares Amt muss folgende Bedingungen erfüllen: Es befindet sich innerhalb des Bereichs des gleichen Dienstherrn, Ihnen wird mindestens das gleiche Endgrundgehalt wie beim vormaligen Amt gezahlt, in Hinblick auf die bisherige Tätigkeit ist das Amt zumutbar und Sie sind zur Amtsausübung gesundheitlich fähig. Es kann also durchaus dazu kommen, dass Sie eine unerwünschte Tätigkeit akzeptieren müssen und keine Ruhegehalt bekommen.

Sind Sie Beamter auf Probe oder Widerruf, bekommen Sie nur Leistungen vom Dienstherrn, wenn ein Dienstunfall die Ursache war. Ansonsten werden Sie aus dem Dienst entlassen und in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Grundsätzlich leistet der Staat bei Berufs- beziehungsweise Dienstunfähigkeit nur minimale Unterstützung.

Beamtenstatus

Die Versorgung bei Dienstunfähigkeit wird bei Beamten auf Lebenszeit, Probe und Widerruf wie folgt unterschieden.

Unfallursache Freizeitunfall Krankheit Dienstunfall Dienstbeschädigung
Beamte auf Widerruf

Entlassung und Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung

Unterhaltsbeitrag nach § 38 BeamtVG

Beamte auf Probe

Entlassung und Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung

Unfallruhegehalt URG

Ruhegehalt

Beamte auf Lebenszeit

Ruhegehalt und Unfallruhegehalt

 

Die Höhe des Ruhegehalts bei Dienstunfähigkeit errechnet sich aus den Dienstbezügen, die Sie durch Ihr letztes Amt bekommen haben sowie Ihrer ruhegehaltfähigen Dienstzeit. Womöglich müssen Sie im Ernstfall aufgrund eines geringen Ruhegehalts Ihren Lebensstandard deutlich senken. Egal, ob Sie letztlich Leistungen vom Dienstherrn oder vom Staat beziehen.

Viele Beamte sorgen aus diesem Grund mit einer privaten Dienstunfähigkeitsversicherung vor. Dieser zusätzliche Schutz kann sie im Ernstfall vor enormen finanziellen Schwierigkeiten bewahren, falls sie dienstunfähig werden.

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Spezielle Dienstunfähigkeitsversicherungen für Beamte

Sie sollten unbedingt darauf achten, dass Sie einen Tarif wählen, der speziell für Beamte bestimmt ist. Zu diesen Tarifen zählen unter anderem die Dienstunfähigkeitsversicherungen dieser Anbieter: HUK-Coburg, DBV, Nürnberger und Münchener Verein. Sie alle halten individuelle Lösungen für Beamte auf Lebenszeit, junge Beamte und Beamte auf Probe oder Widerruf bereit. Zu den wichtigsten Leistungen dieser Dienstunfähigkeitsversicherung zählen unter anderem:

  • Individuell angepasste Beiträge durch Einteilung in Berufsklassen
  • Nachversicherung: Sie können bei veränderten Lebensumständen die Versicherungssumme der Versicherung ohne Gesundheitsprüfung erhöhen, etwa bei Heirat, Geburt eines Kindes oder Kauf eines Eigenheimes.

Sehr wichtig ist zudem, dass Ihnen die Versicherung bei Dienstunfähigkeit die vereinbarte Rente zahlt, statt Sie zur Aufnahme einer anderen Arbeit aufzufordern. Der Tarif sollte daher eine sogenannte „echte Dienstunfähigkeitsklausel“ beinhalten. Nur dann erkennt die Versicherung Ihre Dienstunfähigkeit an und untersucht Sie nicht erneut.

Auch die Versicherungsdauer sollte nicht zu kurz gewählt werden und im besten Fall direkt an die Altersrente anschließen. Denn das Risiko nimmt rapide zu, im fortgeschrittenen Alter auf die Dienstunfähigkeitsversicherung angewiesen zu sein. So steigt die Wahrscheinlichkeit für über 50-Jährige dienstunfähig zu werden auf das Dreifache

Ebenfalls von großem Vorteil ist ein kurzer Prognosezeitraum. Dieser bezieht sich darauf, wie lange Sie laut ärztlicher Einschätzung dienstunfähig sein werden. Einige Tarife verlangen einen Prognosezeitraum von einem Jahr oder länger. Bei guten Verträgen bekommen Sie schon bei einer voraussichtlich sechsmonatigen Dienstunfähigkeit die vereinbarte monatliche Rente.

Geprüfte Qualität

gepruefte-qualitaet-siegelUnser Angebot wird seit 2004 stetig verbessert.

Zitat

"Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung gehört zu den wichtigen Versicherungen, die jeder haben sollte. Sie bewahrt vor dem finanziellen Absturz, wenn jemand [...] nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann."

- Stiftung Warentest -

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