Warum ist die Berufsunfähigkeits­versicherung sinnvoll?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Ihren finanziellen Schutz absolut sinnvoll. Rund jeder vierte Berufstätige verliert vor dem Rentenalter die Fähigkeit, seinen letzten Beruf vollständig auszuüben. In dem Fall spricht man von Berufsunfähigkeit. Sind Sie berufsunfähig, können Sie vom Staat nur sehr dürftige finanzielle Unterstützung erwarten. Daher ist eine private Absicherung sinnvoll und wichtig.

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Das Risiko Berufsunfähigkeit wird noch immer von vielen Berufstätigen unterschätzt. Dabei ist bereits heute eine Vielzahl von Menschen auf staatliche Leistungen aufgrund einer Erwerbsminderung angewiesen. Laut statistischen Angaben der Deutschen Rentenversicherung erhielten im Jahr 2011 rund 1,63 Millionen Menschen Erwerbsminderungsrente. Rund 102.000 Menschen hatten dabei Anspruch auf Leistungen aufgrund einer teilweisen Erwerbsminderung, Zahlungen aufgrund einer vollen Erwerbsminderung erhielten rund 1,51 Millionen Menschen.

Die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung reichen leider meist nicht aus, um den tatsächlichen finanziellen Bedarf zu decken. Im besten Fall bekommen Sie die volle gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Selbst dann können Sie nur mit ca. 30 Prozent Ihres vorherigen Bruttogehalts rechnen. Hierfür muss die Voraussetzung erfüllt sein, dass Sie nicht mehr in der Lage sind, täglich drei Stunden einem Beruf nachzugehen. Dabei darf es sich auch um eine Tätigkeit handeln, die nichts mit Ihrer vorherigen Arbeit gemeinsam hat.

Eine sinnvolle Berufsunfähigkeitsversicherung indessen zahlt bereits, wenn Sie Ihre Arbeit zu 50 Prozent nicht mehr ausüben können. Sie erhalten dann eine monatliche Rente, deren Höhe Sie und der Versicherer beim Vertragsabschluss bestimmt haben. Damit können Sie einen finanziellen Engpass, der durch die sehr geringe staatliche Hilfe entstehen kann, vermeiden.

Die häufigsten Ursachen

Viele Menschen verbinden Berufsunfähigkeit vorwiegend mit schweren Unfällen oder körperlichen Erkrankungen. In den letzten Jahren haben die Statistiken der Deutschen Rentenversicherung ein anderes Bild gezeichnet. Aktuell sind in den meisten Fällen – etwa 30 Prozent – psychische Beschwerden der Auslöser. Diese sind sowohl bei Frauen als auch bei Männern die häufigste Ursache.

Die Rate an geistig bedingten Fällen von Berufsunfähigkeit ist in den vergangenen Jahren sehr deutlich gestiegen. Nach Zahlen des Verbandes der Rentenversicherungsträger (VDR) lag 2001 noch bei 35 Prozent der Frauen und bei 22 Prozent der Männer eine psychische Erkrankung als Grund vor. Zurückzuführen ist die Entwicklung sicherlich auf eine Zunahme an geistig belastenden Berufen.

Körperliche Leiden sind also seltener die Ursache. Dazu zählen unter anderem Schäden am Stütz- und Bewegungsapparat (18 Prozent), am Herz-Kreislauf-System (15 Prozent) und Krebs (14 Prozent). Nur etwa jeder zehnte Betroffene ist aufgrund eines Unfalls berufsunfähig geworden. Somit ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung die sinnvollere Alternative zur privaten Unfallversicherung. Auch weitere Möglichkeiten wie die Dread-Disease-, die Grundfähigkeits- oder die Erwerbsunfähigkeitsversicherung bieten einen geringeren Schutz.

Mit einer Berufsunfähigkeitspolice können Sie zahlreiche Ursachen versichern, während die alternativen Versicherungen auf wenige Auslöser beschränkt sind. Aber Vorsicht: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen ist nicht seriös.

Welche Berufsgruppen sind besonders gefährdet?

Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?Menschen, die einen geistig oder körperlich sehr belastenden Beruf ausüben, sind am stärksten gefährdet. Für sie ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitspolice besonders wichtig. Wegen des erhöhten Berufsunfähigkeitsrisikos müssen sie jedoch höhere Kosten und häufig auch Einschränkungen beim Versicherungsschutz hinnehmen. Wie bei der privaten Krankenversicherung werden die Tarife individuell an die Kunden angepasst. Somit ergeben sich je nach persönlichem Berufsunfähigkeitsrisiko die Beiträge und Leistungen.

Beispielsweise zahlen Künstler und Maurer oft höhere Prämien als Kranführer und Krankenpfleger und sehr viel höhere Beiträge als Ärzte und Grafiker. Auch kann es bei einem Risikoberuf zu einer Verkürzung der Versicherungsdauer kommen. Die Versicherungsdauer bestimmt das Alter, bis zu dem die Berufsunfähigkeit eintreten muss, damit Sie die vereinbarte Rente erhalten können. So müssen Betonbauer oder Schornsteinfeger mit einer Versicherungsdauer bis zum vollendeten 55. oder 60. Lebensjahr rechnen.

Ein weiterer möglicher Nachteil kann die Begrenzung der Versicherungsleistung auf eine Maximalsumme sein. Besonders in jungen Jahren lohnt sich die Berufsunfähigkeitsversicherung für Azubis oder Studenten, da die Beiträge hier noch sehr günstig sind. Selbstständige und Angestellte sollten ebenfalls dringend eine private Absicherung ihrer Arbeitskraft gewährleisten.

Einteilung in Risikoklassen

Fast alle erdenklichen Berufe werden in Risikogruppen eingeordnet. Häufig handelt es sich hierbei um vier Gruppen – ein Beispiel:

Risikogruppe 1 – geringe Gefahr:
Psychologen, Architekten, Ärzte, EDV-Fachmänner, Apotheker, Diplom-Kaufleute

Risikogruppe 2 – normales Risiko:
Techniker, Verkäufer, Schuster, Fotolaborant, Reise- und Bürokaufleute, Hebamme

Risikogruppe 3 – erhöhte Gefahr:
Kranführer, Krankenpfleger, Fliesenleger, Kfz-Mechaniker, Gastwirte, Industriemechaniker, Kranken- und Altenpfleger

Risikogruppe 4 – hohe Gefahr:
Maurer, Möbelpacker, Dachdecker, Betonbauer, Künstler, Schornsteinfeger, Krankengymnasten.

Die Einstufung von Berufen in Risikoklassen unterscheidet sich zwischen den Versicherungsgesellschaften. Zudem verwenden einige von ihnen fünf Kategorien. Daher kann es nützlich sein, sich bei mehreren Anbietern nach der Einordnung des eigenen Berufs zu erkundigen.

Sie dürfen keinesfalls einen falschen Beruf versichern. Tun Sie dies, so verstoßen Sie gegen die Annahmebedingungen der Versicherungsgesellschaft. Damit riskieren Sie Ihren Versicherungsschutz, weil die Gesellschaft wegen Missachtung der vorvertraglichen Anzeigepflicht vom Vertrag zurücktreten darf.

Haben Sie jedoch eine Berufsunfähigkeitspolice sinnvoll abgeschlossen, so dürfen Sie Ihren Beruf wechseln, ohne den Wechsel anzeigen zu müssen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob Sie dadurch in eine andere Risikogruppe kommen würden, Ihr Vertrag wird unverändert weitergeführt. Dies bedeutet jedoch auch, dass Ihre Beiträge nicht automatisch sinken, wenn Sie durch einen Jobwechsel in eine niedrigere Risikostufe geraten.

Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung

Wie viel Sie monatlich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlen müssen, ist unter anderem von folgenden Faktoren abhängig: Geschlecht, Eintrittsalter, Beruf und Gesundheitszustand. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass junge und gesunde Menschen weniger zahlen als kranke und ältere.

Das von Verbraucherschützern herausgegebene Magazin Finanztest hat im aktuellen Berufsunfähigkeitsversicherung Stiftung Warentest Vergleich der Berufsunfähigkeitspolicen starke Preisunterschiede festgestellt. Untersucht wurden 52 „sehr gute“ und „gute“ Tarife mit vergleichbaren Leistungen, deren Kosten jedoch sehr verschieden waren. Um die Kosten feststellen zu können, hat sich Finanztest Angebote für 30-jährige Diplom-Kaufleute und Altenpfleger zukommen lassen. Hierbei ließen sich Preisunterschiede von über 1.000 Euro im Jahr feststellen. Vor der Wahl eines Angebots kann es also lohnenswert, zunächst mehrere Angebote anzufordern und diese einander gegenüberzustellen.

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gepruefte-qualitaet-siegelUnser Angebot wird seit 2004 stetig verbessert.

Zitat

"Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung gehört zu den wichtigen Versicherungen, die jeder haben sollte. Sie bewahrt vor dem finanziellen Absturz, wenn jemand [...] nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann."

- Stiftung Warentest -

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