Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbständige

Berufsunfähigkeitsversicherung VergleichDie Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den Versicherungen, die jeder abschließen sollte. Sind Sie selbständig und nicht gesetzlich rentenversichert, so gilt dies ganz besonders. In diesem Fall erhalten Sie bei Berufsunfähigkeit keine bzw. im Fall eines früheren Angestelltenverhältnisses geringe Zahlungen von der gesetzlichen Rentenversicherung. Eine gute private Berufsunfähigkeitsversicherung, die schon bei 50-prozentiger Berufsunfähigkeit eine Rente zahlt, ist daher ein wichtiger Zusatz.

Gerade für Selbständige sinnvoll: Kombiverträge

Es gibt keine speziellen Tarife für Selbstständige. Doch eine für Selbstständige besonders sinnvolle Variante ist die Kombination aus Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) und Risikolebensversicherung oder Altersvorsorge. Gerade wer nicht gesetzlich rentenversichert oder Mitglied eines berufsständischen Versorgungswerks ist, sollte sich dazu informieren. Denn sie müssen für beide Bereiche private Vorsorge treffen. Bei einer Kombination aus Berufsunfähigkeitsversicherung und Altersvorsorge oder Risikolebensversicherung erhalten Sie den vollen Schutz der Versicherungen. Trotzdem zahlen Sie weniger, als wenn Sie diese separat abschließen.

Schließen Sie eine Kombination aus Altersvorsorge und BUZ ab, können Sie Zahlungen im Rentenalter oder bei Berufsunfähigkeit erhalten. Des Weiteren ist es für Selbstständige interessant prüfen zu lassen, inwiefern sich ein steuerlicher Vorteil durch solch ein Kombi-Produkt ergeben könnte. Wählen Sie die Verbindung aus Risikolebensversicherung und BUZ, erhalten Sie den Schutz der Berufsunfähigkeitsversicherung und sichern Ihre Angehörigen ab. Diese können in Ihrem Todesfall eine vereinbarte Zahlung bekommen.

Weshalb ist der Berufsunfähigkeitsschutz wichtig?

Im Ernstfall müssen Sie ohne privaten Berufsunfähigkeitsschutz womöglich Ihren Lebensstandard senken. Selbst wenn Sie zur Minderheit der gesetzlich versicherten Selbstständigen gehören, bekommen Sie im besten Fall nur etwa 30 Prozent Ihres vorherigen Bruttoeinkommens. Und dies auch nur, wenn Sie nicht mehr drei Stunden täglich in einem vom Staat bestimmten Beruf arbeiten können. Ist Ihnen dies noch drei bis sechs Stunden täglich möglich, können Sie nur ca. 15 Prozent erwarten.

Falls Sie Mitglied eines berufsständischen Versorgungswerks sind, bekommen Sie nur bei 100-prozentiger Berufsunfähigkeit Zahlungen. Eine vollständige Berufsunfähigkeit wird jedoch selten erreicht. Zudem sind die Zahlungen auf einen bestimmten Prozentsatz der Beitragsbemessungsgrenze beschränkt.

Risiko gilt für jeden

Generell ist niemand von dem Risiko, berufsunfähig zu werden, ausgeschlossen. Etwa 25 Prozent der Berufstätigen werden vor der Rente gesundheitsbedingt unfähig zur Ausübung ihres Berufs. Insgesamt ist laut der Deutschen Rentenversicherung rund jeder dritte Fall auf geistige Beschwerden zurückzuführen. Körperliche Leiden im Herz-Kreislauf- oder Muskel-Skelett-Bereich oder Krebs sind weniger oft die Ursache. Das Risiko gilt – auch bei Selbstständigen – sowohl für geistige als auch für körperliche Berufe.

Was kostet die Versicherung?

Die Kosten werden individuell berechnet. Von Ihrem persönlichen Risiko ist abhängig, wie viel Sie für eine Berufsunfähigkeitspolice zahlen müssen. Zu den Faktoren, aus denen die Beiträge errechnet werden, zählen unter anderem Ihr Eintrittsalter, Ihr Geschlecht und Ihre Berufstätigkeit. Entscheidend bei der Tätigkeit ist nicht, ob Sie selbstständig sind. Ausschlaggebend ist die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit durch die Ausübung Ihrer Tätigkeit.

Klausel zur Umorganisation des Betriebs

Achten Sie gegebenenfalls darauf, dass Sie im Ernstfall nicht zur Umorganisation des Betriebs aufgefordert werden dürfen. Einige Versicherungsverträge besagen, dass die Versicherung bei Berufsunfähigkeit eines Selbstständigen eine Umorganisation Ihres Betriebs verlangen kann. Führt eine solche Umstrukturierung dazu, dass Sie wieder in Ihrem Beruf arbeiten können, wird Ihnen die Rente nicht gezahlt.

Die besten Tarife

Für die Ausgabe 4/2012 hat die Verbraucherzeitschrift Ökotest 60 Berufsunfähigkeitspolicen gegenübergestellt. Zu den besten aktuellen Tarifen gehören laut dem Magazin das Angebot „BV12“ der HDI-Gerling, der Tarif „ProfiCare SBU“ der Hanse Merkur und das Produkt „BV10“ der Alten Leipziger.

Das Verbrauchermagazin Finanztest hat für das Heft 07/2011 52 Tarife für Berufsunfähigkeitsversicherungen miteinander verglichen. Hierbei wurde der Tarif „SBU“ der AachenMünchener Testsieger. Ihm wurde die Note 0,7 („sehr gut“) verliehen. Es gab neun Zweitplatzierte, die die Note 0,9 („sehr gut“) erhielten. Dazu zählten die Angebote „Comfort-BUZ Plus“ der Hannoversche Leben und „Berufsunfähigkeit klassik“ der Generali. Hier geht es zur Startseite der Berufsunfähigkeitsversicherung Stiftung Warentest.

 

Aktualisiert am 30-06-2014